Dekodieren von Allergien

Unser Körper tut nie etwas Sinnloses, selbst wenn der Sinn nicht augen­scheinlich ist.
Das Gehirn ist darauf program­miert, unser Überleben zu sichern und dafür zu sorgen, dass wir mit Konflikt­si­tua­tionen besser klarkommen. Und es ist darauf program­miert, sich schnellst­möglich anzupassen. Es speichert alle Erfah­rungen dauerhaft ab und reagiert dabei immer gleich­zeitig auf der geistigen, körper­lichen und psychi­schen Ebene.
Auch bei Konflikter­fah­rungen speichert das Unter­be­wusstsein über die 5 Sinne alle wahrge­nom­menen Begleit­um­stände als Warnsi­gnale (Tierhaare, Pollen, Inhalts­stoffe bestimmter Lebens­mittel) ab. Wenn nach der Lösung der ursprüng­lichen Konflikter­fahrung ein erneuter Kontakt mit dem damals bei der Konflikter­fahrung gegen­wär­tigen Allergen wahrge­nommen wird, löst das Gehirn ein „Alarm­signal“ aus, um auf biolo­gi­schem Weg vor dem Wieder­erleben der ursprüng­lichen Situation zu schützen. Dies nehmen wir als aller­gische Reaktion wahr. Der biolo­gische Sinn ist es, diese „Allergene“ zu meiden, um scheinbar dem erneut drohenden Konflikt auszu­weichen.
Um sich von der Allergie zu befreien, wird in der Sitzung die Verknüpfung, die in der ursprüng­lichen Konflikt­si­tuation entstanden ist, entkoppelt. Dies ermög­licht es Ihnen, diese belas­tende körper­liche Lösung selbst ganz bewusst abschalten zu können.

Beispiel:

Ein erwach­sener Mann, der seit seiner Jugend aller­gisch auf Äpfel, Steinobst und Hasel­nüsse reagiert, kommt in die Praxis. Zunächst erfor­schen wir die aller­gische Reaktion im Detail. Er berichtet von Rötung und Tränen der Augen, von einem Juckreiz im Hals und ständig laufender Nase.

Beim Betrachten seiner Famili­en­ge­schichte im Zusam­menhang mit seinen Körper­re­ak­tionen erinnert er sich an eine Situation, die sich später als die auslö­sende bestätigt: An Ostern teilte die Mutter ihren Kindern beim Nachmit­tags­kaffee mit, dass die Familie in wenigen Wochen umziehen werde. Auf dem Tisch standen ein mit rohen Hasel­nüssen verzierter Kuchen sowie ein mit Pfirsichen und Äpfel belegter Obstkuchen. Für den Patienten, der als Schulkind unter erheb­lichen Kontakt­schwie­rig­keiten gegenüber Gleich­alt­rigen gelitten hatte, bedeutete dies eine enorme Stress­si­tuation:

  • er konnte nicht einschätzen, was durch einen Schul­wechsel auf ihn zukommen würde, d. h. auf körper­licher Ebene keine Witterung aufnehmen → Reaktion der Nasen­schleim­häute.
  • er würde seine wenigen Freunde aus den Augen verlieren → Reaktion der Augen­bin­dehaut.
  • er konnte die Entscheidung seiner Eltern nicht verstehen und wollte sie deshalb nicht schlucken → Reaktion der Rachen­schleimhaut.

Um diese damalige emotionale Stress­si­tuation zu vermeiden, löste das Gehirn beim Verzehr der genannten Lebensmittel seit dem Umzug die aller­gi­schen Reaktionen aus. Der Klient konnte den Zusam­menhang nach­voll­ziehen. Noch in der Praxis verzehrte er die bisher gemie­denen Lebens­mittel, ohne dass der Körper „Alarm“ auslöste.

Es genügt also, Stress­si­tua­tionen aus der Vergan­genheit zu iden­ti­fi­zieren und sich ihnen bewusst zu werden. Denn die aller­gische Krise verfolgt nur ein Ziel: Sie will die Konflikt­si­tuation (das Gehirn nimmt an, dass sie wieder­kehrt) in dem Moment, in dem das Allergen auftaucht, vermeiden.